| | MP Lüfterblech | Das MediaPortal - eine Geschichte und ein Umbau Geschrieben von Robert Schenk am 13.07.2003
Mein Mediaportal
Eine kleine Geschichte
Als ich mir im November 2001 im ICH-BIN-DOCH-SO-BLÖD Markt zwei MP für je 500,- DM gekauft habe, wußte ich noch nicht was das eigentlich für eine geniale Kiste ist. Naja, damals wollte ich für meine damalige Freundin und mittlerweile Frau einen PC zusammenbauen und habe ersteinmal die beiden Siemens DVB-Karten ausgebaut und mit dem CI für je 550 DM wieder verkauft. Mit dem "Erlös" waren also die beiden Kisten praktisch 'über'. Andererseits fand ich die Form und Ausstattung so gut, daß eines der Geräte ins Wohnzimmer als All-in-One-Plattform gehören sollte, anderereseits sollte der Verkauf der beiden DVB-Karten die restliche Hardware praktisch kostenlos verfügbar machen. Aber es kam alles anders....
Da mein Bastel- und Spieltrieb mir bei den Rechnern keine Ruhe ließ wurde tagelang geschraubt und installiert was das Zeug hielt. Irgendwann des Nachts (total übermüdet) wollte ich schließlich und letztendlich noch meine neue 80 GB Harddisk einbauen. Diese rutschte mir während des Betriebes (jaja, das macht man nicht...) aus der Hand und kam mit dem Gehäuseblech in Verbindung. Naja, der Rest ist schnell erklärt: Kurzschluß, Rechner aus, beide Platten (die 20er Fujitsu und die 80er Maxtor), das DVD, die CPU, der Speicher, das Mainboard fanden den sofortigen Stromtod.
Leider waren meine Versuche, zumindest die 20er Platte von Fujitsu mit Garantie ersetzt zu bekommen, nicht erfolgreich. Es war auch kein wirkliches Wunder: auf der Elektronik waren zwei große Chips mit dicken Brandblasen zu sehen, die durch den Kurzschluß entstanden waren. Währenddessen ließ sich Maxtor ohne Probleme zum Austausch der Platte bewegen. Dort waren auch glücklicherweise keine optischen Anzeichen für den Überstrom-Tod zu erkennen. Glück gehabt.
Nachdem ich dann die beiden MP oder besser gesagt die Reste von dem einem MP im Keller ein gutes Jahr später wieder hervorkramte, wollte ich ein Bios-Update machen (warum auch immer-es lief ja eigentlich prima). Auf der Suhe nach einem passendem Bios saugte ich ein vermeintlich richtiges Bios, machte das Update und hatte ab dann das Problem, das das Mainboard nicht mehr lief. Schade auch. Somit war eines der beiden Boards hinfällig und ein Fall für den Recyclinghof geworden. Ich entsorgte leider auch die Innenteile der beiden MP (auch das Blech auf dem der Lüfter montiert war).
Ich lernte auf der Suche nach einem neuen MP in ebay jemanden kennen, mit dem ich dann eine Tastatur und Riserkarte gegen ein neues Mainboard tauschte. Seitdem läuft der Rechner (fast) problemlos, jedoch hatte ich durch fehlende Anschlußmöglichkeiten von PS/2-Tastatur und -Maus sowie dem parallelen/seriellen Portkeinen Zugang zu weiterer Hardware. Das Problem löste sich dann im November 2002 durch die Sammelbestellung von Zusatzhardware. Dabei wurde der Rechner auf eine 1100 MHz-Celeron CPU und einem Blech mit Löschern für Tastatur, Maus, USB, seriell und Parallelport erweitert.
Das einzige Problem war nun die enorme Hitzeentwicklung im Gehäuse, die ich ohne das originale Blech nicht in den Griff bekam. Die Lösung kam mir dann am 15. Februar 2003 nach einer halben Flasche Wein: Statt Alublech könnte man doch auch eine stabile Pappe nehmen und diese zuschneiden. Das Ergebnis dieser Bastelarbeit kann weiter unten betrachtet werden.
Der Umbau
Aldi sei Dank
Seitdem ich das MP mit der neuen 1100er CPU betreibe, habe ich erhebliche Wärmeprobleme. Ich hatte ja das Blech (welches den internen Lüfter aufnimmt) entsorgt und den Lüfter mit Kabelbindern frei fliegend im Innenraum des MP über der CPU befestigt. Sozusagen eine 'freischwebende' Lüftung. Nach kurzer Zeit entsteht in dem Gerät jedoch eine solche Wärmeentwicklung, daß sich das Gerät einfach nicht mehr bedienen läßt und einfach stehenbleibt. Auch der neuartige 'Igelkühlkörper' hilft bei der Eentsorgung der Wärme nicht weiter.
Ich bekam noch den Hinweis, daß das Blech genau auf das Gehäuse zugeschnitten und der Lüfter rechtsdrehend sein muß. Es entsteht im Gehäuse ein Unterdruck, welcher auch die Wäre im Netzteil sicher abführt.
So besorgte ich mir ein ALU-Blech, welches ich dann mit Hilfe meines Kollegen in seiner Werkstatt zurechtmachen wollte. Nachdem er aber am Freitag in seinen 3-Wöchigen Urlaub verschwunden ist, saß ich nun da und wollte mal das Provisorium mit offenem Deckel verschließen. So kam ich auf die Idee statt des ALU-Bleches einfach stabile Pappe zu nehmen. Ein alter Pappkarton von Aldi brachte dann die erhoffte Stärke.
Der Umbau dauerte ertwa eine halbe Flasche Wein und eine Stunde Arbeit. Hier ist nun das Ergebnis zu sehen:

Klicke auf das Bild, um die Originalauflösung (Achtung: 1.5 MB Dateigröße) zu sehen.
Hier kann der Abstand zwischen dem Lüfter und der Pappe eingesehen werden: Der Kühlkörper ist ein speazial-KK, der von oben mit der angesaugten Luft gekühlt wird. Durch das ausgeklügelte Lüftungssystem wird die Wärme durch das Netzteil nach rechts aussen abgeführt.
Hier eine Nahaufnahme des Kühlkörpers über der CPU:

Klicke auf das Bild, um die Originalauflösung (Achtung: 1.5 MB Dateigröße) zu sehen.
Das Kreppband befestigt den Lüfter an der Pappe und dichtet es zusätzlich noch ab. Man erkennt einen kleinen Spalt zwischen dem Lüfter mit Kreppband und dem Kühhlkörper. Er beträgt nur ca. 3 mm.
Für einen 'schnellen Versuch zwischendurch' ist das gesamte Experiment gut gelungen. Ich denke aber, ich werde das Blech trotzdem noch einbauen, alleine um dem Gerät die entsprechende Professionalität zu verpassen.
Mit freundlicher Genehmigung des Autors.
URL der Originalartikel: http://www.machnetz.de/mp/index.html, http://www.machnetz.de/mp/seiten/umbau.htm |  |  |  |
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